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WALDVIERTLER GSCHICHT'N

Eine Frau schneidet das Leder zu....

Vor über zwanzig Jahren, als alle Schuhfabriken ins Ausland abgewandert sind, woraufhin die Gerbereien ebenfalls schließen mussten....

 

Alle?


Nein: FAST alle!

 

.... da hat Heini Staudinger die Waldviertler Schuhfabrik übernommen... und innerhalb der letzten 8 Jahren hat sich die Zahl der MitarbeiterInnen mehr als verDREIfacht - nun sind es zweiundfünfzig geworden!

 

Dann steppt eine Frau die Teile zusammen....

 

Die Waldviertler Schuhe haben alle ein Fußbett "wie barfuß".

Sie haben nur eines im Sinn: die Füße sollen herrlich abrollen können,

die Zehen sollen genug Spielraum haben

und damit sie auch wirklich "atmen" können, werden sie komplett von oben bis innen - manchmal auch unten - aus echtem Leder in Handarbeit gefertigt.

 

 

 

 

Werkstättenleiter Werner & Waltraut, konzentriert

 

Warum ist die Waldviertler Schuhfabrik so erfolgreich geworden?

 

1) Heini führt seine Fabrik schon seit Jahren ohne Kredite von Banken,

2) Er nimmt sich weniger Geld aus der Kassa als der/die wenigst-verdienende seiner MitarbeiterInnen monatlich bekommt,

3) alles wird in den Ausbau und die Verbesserung der Firma investiert,

4) FreundInnen der Firma legen ihr Geld im "Gea Sparverein" mit 4 % Verzinsung an - da liegen derzeit etliche Tausend € für's Warenlager etc. bereit. Und darin enthalten sind ca. ein Viertel davon, deren Eigentümer gänzlich auf ihre Zinsen verzichtet haben ( Ja, das gibt es :-) !

5) Dazu gibt es eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach - derzeit ca. 300 m2 - die aus der Sonne Strom gewinnt. Sie wurde ebenfalls von KundInnen finanziert (für jeweils 200 € Sonnen-Strom-Einlage bekamen sie 300 € in Warengutscheinen zurück!).

 

Ein Mann schleift zwischendurch die Sohlen ab....

Das alles hat uns der Hans nachher erzählt - der die "rechte Hand" der Geschäftsführerin Sonja ist, seit der Heini immer das halbe Jahr in Tansania ist.

Dort hat er 1973 den Dr. Watschinger kennen gelernt, der zwei Spitäler aufgebaut und geführt hat... Österreich hat mit Enwicklungshilfe mit dazu beigetragen.

Leider ist Dr. Watschinger inzwischen gestorben - und die Österreicher haben die Entwicklungshilfe komplett gestrichen.

Nun bemüht sich der Heini, so gut er kann, vor Ort mit Rat und Tat - und daheim in Österreich Spenden auftreibend - die Spitäler am Leben zu erhalten.

 

Ein Mann aus Asien macht Schuhe im Waldviertel?!....

Wer die Waldviertler Schuhfabrik besucht, erlebt herzliche und ganz in ihre Arbeit vertiefte Menschen.

Sie freuen sich, dass sie hier so eine gute Arbeit gefunden haben... dass ihr Heini sich in Afrika für die wirklich Not leidenden Menschen einsetzt...

... und inzwischen ist auch die Möbelproduktion "GEA" aus Wien ins Waldviertel übersiedelt... wunderschöne, aus ehrlichen Materialien gefertigte Möbel...

... und gibt es vier Mal im Jahr den "Brennstoff" - eine super intelligente Zeitschrift, mit Heften "Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben"...

 

 

 

... was es aber mit der "Waldviertler Währung" auf sich hat, die weniger wert wird, wenn man sie nicht ausgibt, erzähl ich Euch ein andermal.

 

Wer wissen möchte, wo es die tollen Schuhe, Möbel und den Brennstoff gibt...

 
 
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