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Podiumsdiskussion bei "Frau im ÖGV" am 4. Juni 07

Ljuba Arnautovic, Martin Dobner & Sylvia Häusler (v.l.n.r.)

 

 

"Singles - Ich-AG's auf allen Ebenen?" lautete das Diskussionsthema, zu dem sich die ExpertInnen Mag. Kurt Bauer (Unternehmensberater und Coach), Martin G. Dobner (country manager der Parship GmbH), Maga Raffaela Grün (Geschäftsführerin bei love.at)
sowie Drin Sylvia Häusler (Gründerin der morelove company) unter den imposanten Gemälden bärtiger Herren im Palais Eschenbach zusammenfanden.

 

Die Moderation übernahm Ljuba Arnautovic, Rundfunk-Journalistin und Feature-Redakteurin bei Ö1, Deutschlandradio Kultur etc.

Als Gastgeberin begrüßte Maga Isabella Farkasch, Obfrau bei Frau im ÖGV,  die Anwesenden und  dankte für das zahlreiche Erscheinen all der Interessierten.

 

DASS es einen Zusammenhang zwischen zunehmender Single-Bildung im Privaten und der wachsenden Zahl von Einzelunternehmen gibt, galt allgemein als Faktum.

 

Der Waren-Charakter innerhalb von Beziehungen - dass mittlerweile von "Gefühls-Investitionen" und "Lust-Gewinn" gesprochen wird, der "Marktwert" eines Menschen eingeschätzt und bestimmt wird, führt zu immer längeren Zeiten des - häufig unfreiwilligen - Alleinlebens einzelner... Menschen in längeren Beziehungen empfinden sich vereinzelt schon "unnormal".

 

Zum einen merkte Herr Mag. Bauer an, die patriarchalischen Strukturen in Familie und Gesellschaft seien im Schwinden begriffen. Martin Dobner konstatierte, die weiblichen Parship-Klienten seien deutlich anspruchsvoller in Hinblick auf ihren potenziellen Partner als die männlichen. 

Frau Dr. Häusler meinte,  während im sonstigen Gesellschaftsleben immer stärker die finanziellen Aspekte dominierten, kehrten so - auf Umwegen - Gefühlswerte zurück... denn Frauen seien heutzutage erstmals in der Lage, mehr als nur einen "Versorger" an ihre Seite zu wünschen.

Frau Mag. Grün meinte, via Internet könnten sich auch spezifischere Menschengruppen finden - sei es, dass gezielt nach örtlicher Nähe, gemeinsamen Hobbies oder sexuellen Vorlieben gesucht werden könne.

 

Die Partnersuche übers Internet - für die häufig das "Zeitsparen" als Grund genannt wird, erweist sich bei näherer Betrachtung als gar-nicht-mal-so-Zeit-sparend... meinten die Mit-Diskutierenden im Publikum, denn die Tendenz zum "Offenhalten vieler Türchen" führe auch dazu, dass manchmal ZU lange gustiert und der Moment konkreten Engagements hinausgezögert wird... manche Menschen ent-täuschen im persönlichen Rendevouz, weil sie zwar MeisterInnen des geschriebenen Wortes sind - aber im persönlichen Umgang viel (be)dürftiger sind.


Hier setzt Frau Dr. Häusler mit ihren Seminar- und Coaching-Angeboten an - die Menschen darin zu unterstützen, wieder konkrete Schritte zu unternehmen, auf andere zuzugehen und die Unsicherheiten und Ängste nicht zu Mauern werden zu lassen.

 

Summa summarum gibt es eine vielzahl von Wegen zu neuem Glück - und die anwesenden ExpertInnen repräsentierten einen Ausschnitt möglicher Zugänge und Wege. Auch das Publikum zeigte sich bunt und profund - ein schöner Abend!

 
PS: Aus dem Publikum kam auch ein Plädoyer für zweckfreie, faule Zeit... die heutzutage immer rarer wird. Diese sei für das sich-selbst-Wiederfinden einfach  not-wendig.

 

Zweckfreie Zeit mit sich selbst - und zweckfreie Gefühle für andere, welch ein einfacher Luxus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
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